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Abel Tomàs
Violín

Geboren 1980 in Barcelona, begann Abel Tomàs Realp seine musikalische Ausbildung und sein Klavierstudium bei seinem Vater sowie den Violinunterricht bei seinem Onkel. Anschließend studierte er bei Zakhar Bron und Sergei Fatkouline an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid sowie bei Viktor Trejakov an der Hochschule für Musik in Köln. Seine kammermusikalische Ausbildung wurde maßgeblich geprägt von Walter Levin (LaSalle Quartet), Rainer Schmidt (Hagen Quartett) und György Kurtág.

Als Solist trat er mit zahlreichen Orchestern auf, darunter dem Orquestra Simfònica de Barcelona, dem Orquestra Simfònica del Vallès, dem Orquestra Sinfónica de Euskadi, dem Orquestra Sinfónica de Tenerife, dem Orquestra Nacional Clásica d’Andorra sowie dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart, und arbeitete mit Dirigenten wie James Judd, Junichi Hirokami, Víctor Pablo Pérez, Carlo Rizzi, Eliahu Inbal, Rubén Gimeno, Javier Puig, Salvador Mas, Edmon Colomer und Zubin Mehta, unter anderem.

Er gab zahlreiche Violin- und Klavierabende mit den Pianistinnen und Pianisten Orly Shaham, Suguru Ito, Miri Yampolsky, Amir Katz, Eldar Nebolsin, Kennedy Moretti und Hyo Sun Lim. Seit 2023 bildet Abel Tomàs ein Duo mit der Pianistin Emma Stratton.

Im Alter von 16 Jahren wurde er Gründungsmitglied des renommierten Cuarteto Casals, eines Kammermusikensembles, mit dem er seit 1997 bis heute eine äußerst intensive künstlerische Tätigkeit entfaltet, mit Konzerten in den bedeutendsten europäischen Sälen sowie Tourneen durch Lateinamerika, die Vereinigten Staaten und Asien. Seit 2004 nimmt das Quartett exklusiv für das Label Harmonia Mundi auf und hat bis heute rund zwanzig Einspielungen vorgelegt. Das Cuarteto Casals wurde mit dem Spanischen Nationalpreis für Musik 2006, dem Premi Ciutat de Barcelona 2005 sowie dem Premi Nacional de Cultura de Catalunya 2016 ausgezeichnet.

Im Jahr 2009 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder Arnau Tomàs und der südkoreanischen Pianistin Hyo-Sun Lim das Ludwig Trio. Mit diesem Ensemble unternahm er Tourneen durch Europa und Südkorea und nahm zudem zwei CDs beim Label Aglae auf.

Parallel zu seiner konzertanten Tätigkeit hat Abel Tomàs bislang eine umfangreiche pädagogische Laufbahn als Professor für Kammermusik an der Escola Superior de Música de Catalunya (ESMUC) entwickelt und kürzlich die Professur für Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (Deutschland) übernommen. Darüber hinaus gibt er als Gastdozent Meisterkurse am Koninklijk Conservatorium in Den Haag (Niederlande) sowie an der Scuola di Musica di Fiesole (Florenz). Zudem war er als Gastprofessor für die ECMA (European Chamber Music Academy) und für ProQuartet (Paris) tätig.